Construction Needs Nature

CONNa

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Projektziele

Die Konfliktpunkte Naturschutz, Raumverbrauch und Ressourcenknappheit stehen im Vordergrund der Forschungsgruppe. Die dahingehend entwickelten Fragestellungen sind die Entwicklung von Umsetzungspraktiken, den Naturschutz auf Baustellen zu etablieren, wie auch das Thema Naturbewusstsein über die Begriffe starke Nachhaltigkeit, nachwachsende Rohstoffe, Ressourcenschonung und Umweltschutz in praktikable Anwendungsalgorithmen für die Planung und Ausführung von Bauwerken zu überführen. Die daraus erarbeiteten Lösungsansätze werden streng vernetzt auf europäischer Ebene verbreitet. Das daraus resultierende Ziel ist die Schaffung eines Expertenzentrums für natürliches Bauen und damit auch dessen Ausbildung.

Das Ergebnis ist ein neues Forschungszentrum für die Entwicklung und Abwicklung von Innovativen bauorientierten Forschungsvorhaben. CoNNa steht für eine innovative Zukunftsforschung, als auch für eine nachhaltige Lehre mit hoher Integration der Naturverträglichkeit im Bauwesen.

 

Projektidee und Schwerpunkte

Ausgehend von der grundlegenden Idee, unseren umgebenden Natur- und Landschaftsraum als erhaltenswert zu betrachten, wird in der Forschungsgruppe der Begriff des Naturschutzes als Forschungsgegenstand im Bauwesen fokussiert. Dieser Begriff ist sehr umfassend, weshalb sich im Rahmen der Entwicklung eines Forschungsthemas auf die Konfliktpunkte Naturschutz, Raumverbrauch und Ressourcenknappheit konzentriert wird.

 

Die sich darauf ergebenden Schwerpunkte können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Naturschutz am Bau (Ökologie)
  • Die Optimierung von Tragwerken (Bautechnik)
  • Das Erarbeiten von performanceorientierten Parametern zur Ökobilanzierung (Nachhaltigkeit)

Laufende Projekte

Das Projektziel ist die Vegetationskontrolle an Verkehrsinfrastrukturflächen mit einer ausgeglichenen Abwägung zwischen traditionellen und effektiven ökoalternativen Methoden. Die Umsetzung beinhaltet die Entwicklung eines softwarebasierten Decision Support Models mit folgenden Entscheidungskategorien:

Teil 1: Alternatives „Life Control“
Teil 2: Mechanische / thermische „Bekämpfung“
Teil 3: Chemische „Bekämpfung“

Innerhalb der Entscheidungskategorien werden ökologische, chemische, mechanische und thermische Alternativen zu bestehenden Systemen der Vegetationskontrolle entwickelt und die bestehenden analysiert und evaluiert.

Bei der Aufbereitung von Gesteinsmaterial für die Anwendung als hochwertige Rohstoffe für die Bauindustrie fallen Feinkörnungen in Form von schluff- und tonreichen Sanden an. Diese sande stellen ein Massenthema dar, weil eine Entsorgung oft nur als Verfüllung innerhalb der Steinbrüche möglich ist, obwohl hier bereits ein hohes Enthalpiepotential durch den Abbau und die Aufbereitung vorliegt. Ziel ist es die Materialität, welche durch die Produktionsprozesse entstehen im Gesamtkontext der Projektpartner zu analysieren und die größten Gemeinsamkeiten des Materials festzulegen.

Die Entsorgungskonzepte aus den eingebundenen Steinbrüchen werden zusammengetragen, und auf ihre Übertragbarkeit im Programmgebiet geprüft. Hierbei soll es auch um die Lösungsansätze gehen, dass mineralisch interessantes Material dem gesamten Programmgebiet zur Verfügung steht. Der Hintergrund ist die Deklaration als Wertstoffe und nicht als Abfall, so dass eine Wiederverwendung und Umverwendung ohne große Neudeklaration als Baustoff oder Produktionsgut verursacht wird. Hierbei entstehen vor allem feinkornreiche Sande, die in einen nutzbaren Produktionsprozess zurückgeführt werden können.

Wer sind wir

wissenschaftliche Mitarbeiterin
+43 (0)5 90500-5140
e.wiegele@fh-kaernten.at

Elisabeth Wiegele studierte an der Alpen Adria Universität Geographie und Regionalforschung mit Schwerpunkt auf ökologische Themen.

An der Fachhochschule Kärnten absolvierte sie die Ausbildung zur Naturschutzfachkraft. Ihre Themenschwerpunkte sind Ökologie, Naturschutzrecht und Naturschutz am Bau.

Elisabeth Wiegele ist in der CoNNa Forschungsgruppe für die ökologischen Aspekte und Herangehensweisen zuständig.

„Im Zuge von Bauvorhaben können Konsenswerber und Akteure die Chance ergreifen neue und hochwertige Lebensräume zu schaffen, beziehungsweise bestehende Lebensräume aufzuwerten.“

Projektmitarbeiterin

 +43 (0)5 90500-5137
a.schindler-kuennert@fh-kaernten.at

Almuth Schindler-Künnert studierte an der FH Kärnten Bauingenieurwesen – Hochbau und Architektur – Objektentwicklung. Als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin ist sie in unterschiedliche Forschungsprojekte des Fachbereichs Bauingenieurwesen involviert. In der Forschungsgruppe CoNNa liegt ihr Themenschwerpunkt bei der Nachhaltigkeit – der lebenszyklusorientierten Qualitätsoptimierung von Produkten und Prozessen.

„Nachhaltigkeit ist die bewusste Wahrnehmung und Gestaltung der Gegenwart unter Reflektion der Vergangenheit im Hinblick auf die Zukunft. Jede Handlung sollte auf die Bedürfnisse des gegenwärtigen Lebens eingehen, ohne dabei die Bedürfnisse des zukünftigen Lebens – egal wann und wo – zu beeinträchtigen.“

Lecturer/Senior Researcher

 +43 (0)5 90500-5138
s.ofner@fh-kaernten.at

Sandra Ofner studierte an der FH Kärnten Bauingenieurwesen mit der Vertiefung Entwurf und Konstruktion im Masterstudium. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich KIB ist sie unter anderem in unterschiedliche Forschungsprojekte involviert und ist auch in der Lehre bei der Betreuung von Studentenprojekten und Abschlussarbeiten tätig. In der Forschungsgruppe ist sie für die bautechnischen Herangehensweisen und Entwicklungen zuständig.

„Nachhaltigkeit im Bauwesen heißt ressourcenschonend und -sparend zu bauen. Dabei ist es vor allem wichtig Materialien dort einzusetzen, wo sie auch sinnvoll sind; d.h. die materialspezifischen Eigenschaften auszunutzen. Dies führt neben der Einsparung von Materialen zu optimierten Strukturen und Baustoffen.“

Lehrgangsleiter, Professur für Baustofftechnologie, Leitung LG Naturschutzfachkraft, Wissenschaftlicher Leiter

 +43 (0)5 90500-5111
m.schneider@fh-kaernten.at

Martin Schneider studierte Bauingenieurwesen an der Bauhaus Universität Weimar und absolvierte sein Doktorratsstudium an der Technischen Universität Wien. An der FH Kärnten hat er die Professur für Baustofftechnologie inne und leitet zudem den Fachbereich bauchemische Analytik, sowie die Prüfung von Baustoffen.  Im Projekt CoNNa ist er als Projektleiter für die themenübergreifenden Fragestellungen zuständig und koordiniert die Zusammenarbeit der 3 Hauptbereiche.

„Der Begriff Nachhaltigkeit beinhaltet eine Verantwortung, dass alles was wir tun auch zukünftig nicht zu einem Nachteil führt. Im Bau betrifft das somit: den richtigen Ort finden, die richtige Nutzung definieren, die richtige Konstruktion suchen, das richtige Material auswählen, die richtige Umnutzung berücksichtigen, den richtigen Rückbau wählen und keine Schadstoffe hinterlassen.“

Zertifikatslehrgang Naturschutzkraft

Naturschutzfachkraft– Eine innovative Ausbildung im Bereich Naturschutz und Baumanagement.

Behördenauflagen im Baugeschehen nach Stand der Technik auszuführen,Seit 2017 bietet die Fachhochschule Kärnten in Kooperation mit E.C.O. Institut für Ökologie den Zertifikatslehrgang Naturschutzfachkraft an. In der einjährigen Ausbildung wird eine Gesamtübersicht relevanter naturschutzpraktischer Methoden angeboten, um

  • Naturschutzprojekte von Vereinen, Initiativen und Gemeinden sachgemäß umzusetzen und
  • Natur- und Artenschutz im privaten und kommunalen Bereich erfolgreich zu gestalten.

Der Bedarf an praxisnah ausgebildeten Naturschutzfachkräften besteht im Bereich von Baufirmen und im Baustellenmanagement, in der öffentlichen Verwaltung, in Fach- und Planungsbüros, Naturschutzverwaltungen, -organisationen und -einrichtungen sowie im Bereich der Kommunen (Bauhöfe).

Die Naturschutzfachkraft ist überall dort gefragt, wo Technik und Natur einander berühren. Die Lehrinhalte reichen von Amphibienleitanlagen und Vogelschlagsicherung über naturschutzfachliche Optimierung von Betriebsgeländen und Bauabläufen bis hin zur Anlage und Gestaltung von Revieren, Habitaten und Nistgelegenheiten. In der Ausbildung lernen die Teilnehmer_innen, die Maßnahmen nach Stand der Technik ordnungsgemäß zu setzen und systematisch zu dokumentieren.

Die Ausbildung umfasst einen Einführungsteil (Naturschutzbiologie, Naturschutzaufgaben, Naturschutzrecht, Naturschutzberufe etc.), Gerätekunde und Technik (Fotofallen, Telemetrie, Drohnen, spezielle Hard- und Software etc.) sowie einen naturschutzpraktischen Hauptteil. Hier werden zentrale Kompetenzen „outdoor“ am Objekt vermittelt und geübt.

Das Zertifikat ist als Zusatzqualifikation zu einem bestehenden Berufsbild konzipiert. Der Zertifikatslehrgang hat eine Dauer von einem Jahr und ist in 12 Wochenendblöcke gegliedert (Donnerstag bis Samstag). Der Lehrgang richtet sich an Berufstätige und Interessierte, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich Naturschutz am Bau erweitern wollen.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.