Wo schlafen die Affen?

Thermische Drohnenbilder geben Einblick in das Schlafverhalten von Japanmakaken

Bislang ist wenig darüber bekannt, wo und wie Japanmakaken schlafen. Morgens werden die Tiere beobachtet, wie sie von Bäumen herabsteigen – ein Hinweis darauf, dass sie in der Baumkrone übernachten, aber die genaue Verteilung war bisher nicht bekannt. Ob sie dabei in Gruppen schlafen, auf unterschiedlichen Ebenen desselben Baumes oder einzeln pro Baum, war jedoch unklar.

Im Rahmen des Smart Monkey Lab führte die Forschungsgruppe SIENA der FH Kärnten nächtliche Drohnenflüge durch, um thermische Bilddaten zu erfassen. Parallel bestätigten Forschende der Universität Wien durch Begehungen im Gehege, dass sich keine Tiere am Boden aufhielten. Die Auswertung der Thermalaufnahmen zeigt: Die Makaken halten sich nachts tatsächlich in großer Höhe in den Bäumen auf.

Interessant ist die Verteilung der Wärmesignaturen: Pixelcluster mit erhöhter Temperatur unterscheiden sich in ihrer Größe, und die Anzahl der Cluster ist geringer als die Gesamtzahl der Tiere. Dies legt nahe, dass zumindest einige Japanmakaken in Gruppen schlafen.

Eine detaillierte Studie zur Methodik und zu den Ergebnissen wird derzeit für die Publikation vorbereitet. Ein Update folgt nach Veröffentlichung.

Das Projekt Smart Monkey Lab wird im Rahmen des BRIDGE-Programms von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert (Projekt-Nr. 4639393, Laufzeit 2023–2026).