„Institutionen fördern altersinklusives lebenslanges Lernen für Menschen ab 55 Jahren, indem sie vertrauensvolle Zusammenarbeit stärken, aktiv auf die Zielgruppe zugehen und unterstützende Strukturen am Arbeitsplatz schaffen.“
Lebenslanges Lernen gelingt besonders dann, wenn Institutionen aktiv Kontakt zu Menschen aufnehmen, Vertrauen aufbauen und unterstützende Rahmenbedingungen schaffen. Indem Organisationen eng mit bewährten Einrichtungen und Partnern zusammenarbeiten, Menschen ab 55 Jahren proaktiv erreichen und altersinklusive Strukturen am Arbeitsplatz schaffen, können sie die Teilhabe am lebenslangen Lernen nachhaltig fördern.
Leitlinien
Kompakte Übersicht über zentrale Leitlinien für Institutionen
Im folgenden Abschnitt werden die drei zentralen Aspekte der institutionellen Perspektive kurz, aber dennoch informativ dargestellt. Für jede Leitlinie werden die zentrale Botschaft und eine kurze Beschreibung zusammengefasst, um die grundlegenden Prinzipien und praktischen Implikationen hervorzuheben. Diese kompakte Übersicht soll den Leser:innen ein klares Verständnis darüber vermitteln, wie Institutionen Vertrauen stärken, Zielgruppen wirksamer erreichen und altersinklusive lebenslanges Lernen am Arbeitsplatz unterstützen können.
Verstärkung der Zusammenarbeit mit bewährten Einrichtungen
Erwachsenenbildungseinrichtungen genießen bei älteren Menschen größeres Vertrauen und sind für sie leichter zugänglich, insbesondere jene, die sich im direkten sozialen Umfeld der Menschen befinden. Die Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen sowie mit angesehenen Institutionen (z. B. Polizei, Krankenhäuser) kann das Vertrauen stärken und die Reichweite erhöhen.
Umsetzung proaktiver Strategien zur Kontaktaufnahme
Indem Bildungseinrichtungen ihre Angebote direkt bei Vereinen, Verbänden oder Gemeindegruppen präsentieren, können sie Kontakt zu Zielgruppen und schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen (z. B. Menschen im Vorruhestandsalter oder Menschen mit niedrigerem Ausbildungsniveau) herstellen. Dieser Ansatz fördert inklusives Lernen und die Integration in die Gemeinschaft.
Schaffung von Strukturen am Arbeitsplatz, die ein altersinklusives lebenslanges Lernen ermöglichen
Arbeitsplätze und Arbeitgebende können eine wichtige Rolle dabei spielen, das lebenslange Lernen von Beschäftigten ab 55 Jahren zu fördern. Flexible Lernangebote, der Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten und die Anerkennung bereits erworbener Erfahrungen können älteren Beschäftigten helfen, ihre Kompetenzen während ihres gesamten Berufslebens zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Zentrale Erkenntnisse
Mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung und zivilgesellschaftlichen Organisationen kooperieren
- Bestehen Kooperationen, um Reichweite und Ressourcen zu erweitern?
- Umfassen Partnerschaften gemeindebasierte Organisationen, um die Einbindung zu verbessern?
Lernangebote zu Menschen bringen
- Werden Programme an vertrauten, gut zugänglichen Orten angeboten (z. B. Gemeinschaftszentren, Arbeitsplätze)?
- Erfolgt die Ansprache proaktiv, statt zu erwarten, dass Lernende zu den Institutionen kommen?
Arbeitgebende als zentrale Unterstützende einbinden
- Werden Arbeitgebende ermutigt, Zeit, finanzielle Mittel oder Räume für Lernen zur Verfügung zu stellen?
- Sind Lernprogramme am Arbeitsplatz auf die Bedürfnisse älterer Beschäftigter zugeschnitten?
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