Panel 13: Frugale Innovation

Frugale Innovation – Weniger kann auch mehr sein

Chair: Michael Terler, FH CAMPUS 02

Co-Chairs:
Thomas Winkler, FH CAMPUS 02

Anita Ulz, FH CAMPUS 02

Ziel ist es, die noch kleine Community an Wissenschaftler*innen im Bereich frugaler Innovation zu vernetzen, einen interdisziplinären Zugang zu ermöglichen und frugale Innovationen voranzutreiben.

Themen

  • Frugale Innovationen und deren positive Wirkungen
  • Ressourcendenken als Innovationstreiber (Bricolage etc.)
  • Nachhaltige Innovationen mit Bezug zur Ressourcenschonung
  • Frugale Ideen (Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle)
  • Bewertungsansätze für Frugale Innovationen
  • Chancen und Nutzen Frugaler Innovationen in entwickelten Märkten

Zusammenfassung

Seit einigen Jahren beschäftigt sich die Studienrichtung Innovationsmanagement an der FH CAMPUS 02 in Graz intensiv mit frugalen Innovationen in entwickelten Märkten. Die Öffnung der Thematik für interdisziplinäre Ansätze sowie die Vernetzung der Forschungscommunity zur Vertiefung des Themas ist ein relevanter Weiterentwicklungsschritt zur Etablierung von frugalen Innovationen in Österreich.

Das Konzept und der Begriff der frugalen Innovation sind noch recht jung. Die erste wissenschaftliche Arbeit über frugale Innovation (in englischer Sprache) wurde 2005 veröffentlicht und hatte den Fokus auf Entwicklungsmärkte. Seither steigt das wissenschaftliche Interesse kontinuierlich und auch der Fokus hat sich auf entwickelte Märkte erweitert. 

Die Definitionen von frugaler Innovation sind so vielfältig wie die Beschreibung dieses Innovationstyps. 2016 wurde frugale Innovation definiert als “eine ressourcenschonende Lösung, bei der die endgültige Lösung deutlich billiger ist als die Angebote der Konkurrenz und gut genug ist, um die grundlegenden Bedürfnisse der Kund*innen zu erfüllen.“ [1]   Michelini et al. definieren drei Generationen von Definitionen der frugalen Innovation. Sie unterscheiden zwischen produktorientierten (1. Generation), markt- und prozessorientierten (2. Generation) und kriterienorientierten Definitionen (3. Generation). [2]

Auf Basis der 3. Generation wurde an der FH ein auf entwickelte Märkte abgestimmtes Bewertungsmodel entwickelt: die Frugale Innovation 2nd Degree.[3] Durch das Modell ist es möglich, frugale Innovationen in entwickelten Märkten zu bewerten und Erfolgsfaktoren zu identifizieren.

Beiträge zu diesem Panel sollten folgende Themenbereiche bzw. Fragestellungen adressieren:

  • Vorstellung von neuen frugalen Ideen, Produkten und Dienstleistungen:
    An welchen konkreten frugalen Innovationen und Ideen für Produkte und Dienstleistungen wird gerade gearbeitet / geforscht?
  • Input für neue Bewertungsansätze frugaler Innovationen:
    Welche neuen Ansätze für die Klassifizierung von frugalen Innovationen und Ideen gibt es? Wie unterscheiden sich diese Ansätze von bereits bestehenden? Welchen Mehrwert bietet die Bewertung von frugalen Innovationen und Ideen?
  • Darstellung der positiven Effekte frugaler Innovationen für entwickelte Märkte
    Welche Benefits bieten frugale Innovationen und Ideen für entwickelte Märkte? Welche weitere positive Effekte auf die Gesellschaft und die Umwelt können durch frugale Innovationen angeregt werden?
  • Herausforderungen frugaler Innovationen auf entwickelten Märkten:
    Was sind die größten Barrieren für frugale Innovationen in entwickelten Märkten?

 

Quellen

[1] Hossain, M., Simula, H., & Halme, M. (2016). Can frugal go global? Diffusionpatterns of frugal innovations. Technology in Society, 46, 132–139. http://dx.doi.org/10.1016/j.techsoc.2016.04.005

[2] Michelini, L., Pisoni, A., & Martignoni, G. (2018). Frugal approach to innovation: State of the art and future perspectives. Journal of Cleaner Production, 171,107–126. http://dx.doi.org/10.1016/j.jclepro.2017.09.248

[3] Winkler, T.; Ulz, A.; Knöbl, W.; Lercher, H; (2020). Frugal Innovation in developed markets – Adaptation of a criteria-based evaluation model. Journal of Innovation & Knowledge. Vol. 5, Issue 4: p. 251-259

Alle Panels unterliegen den Einreichkriterien von Track 3.​​